Aufgabe 1 · Hammerwurf von oben betrachtet
Betrachte die beiden Skizzen. Wähle alle Aussagen aus, die zur Bewegung der Hammerkugel passen.
Kreisbewegungen
Aufgabe 4
Untersuche, wovon die Zentripetalkraft abhängt, und berechne ihren Betrag.
Entdecken
Beim Hammerwurf muss der Athlet die Kugel mit großer Kraft auf der Kreisbahn halten. Finde heraus, wovon diese Kraft abhängt.
Betrachte die beiden Skizzen. Wähle alle Aussagen aus, die zur Bewegung der Hammerkugel passen.
Wähle aus, welche Größe du veränderst, und verändere nur diese mit dem Schieberegler. Beobachte den roten Kraftpfeil und den Wert von FZ.
Vergleich mit dem Ausgangswert 0,80 N: 1,00-mal so groß
Darstellungsmaßstab: 1 m Radius entspricht 220 SVG-Einheiten, 1 N Kraft entspricht 50 SVG-Einheiten. Der rote Pfeil zeigt die Kraft der Schnur auf die Knetmasse – genauso stark musst du an der Schnur ziehen.
Bereit. Die Knetmasse startet oben und bewegt sich im Uhrzeigersinn.
Ergänze jede Aussage mit dem Vergleichswort, das zu deinen Beobachtungen in der Simulation passt.
Je die Masse m, desto die Zentripetalkraft FZ.
Je die Winkelgeschwindigkeit ω, desto die Zentripetalkraft FZ.
Je der Radius r bei gleicher Winkelgeschwindigkeit ω, desto die Zentripetalkraft FZ.
Verstehen
Aus Je-desto-Aussagen werden jetzt genaue Zusammenhänge. Achte beim Radius darauf, welche Größe gleich bleibt.
Ordne jeder Größe die passende Proportionalität zu. Nutze dafür die Simulation aus Aufgabe 2a.
Stelle in der Simulation eine Größe auf das Doppelte ein und lies ab, wie oft so groß FZ wird.
Doppelter Wert und doppelte Kraft bedeutet FZ ~ Größe. Doppelter Wert und vierfache Kraft bedeutet FZ ~ Größe². Doppelter Wert und halbe Kraft bedeutet FZ ~ 1Größe.
Beispiel: Wird ω von 2,0 rads auf 4,0 rads verdoppelt, steigt FZ von 0,20 N auf 0,80 N – also auf das Vierfache.
Stelle ein, welche Größe gleich bleibt, und verdopple den Radius von 0,50 m auf 1,00 m. Vergleiche jeweils FZ.
Vergleich mit dem Ausgangswert 0,80 N: 1,00-mal so groß
Bereit. Die Knetmasse startet oben und bewegt sich im Uhrzeigersinn.
Ordne beiden Fällen die passende Proportionalität zu.
Die Zentripetalkraft ist proportional zur Masse m und zum Quadrat der Winkelgeschwindigkeit ω. Beim Radius kommt es darauf an, was gleich bleibt: Bei gleichem ω gilt FZ ~ r, bei gleicher Bahngeschwindigkeit vB ist FZ indirekt proportional zu r, also FZ ~ 1r.
Beide Körper haben die gleiche Masse und den gleichen Betrag der Bahngeschwindigkeit vB. Sie legen in derselben Zeit den gleichen Bogen Δx zurück. Wähle alle Aussagen aus, die erklären, warum auf dem kleineren Kreis eine größere Zentripetalkraft nötig ist.
Verstehen
Damit sich ein Körper gleichförmig auf einer Kreisbahn bewegt, muss sich die Richtung seiner Geschwindigkeit ständig ändern. Die dafür nötige Zentripetalkraft zeigt immer zum Kreismittelpunkt. Leite jetzt Schritt für Schritt eine Formel für ihren Betrag her.
Setze aus den Karten die Newton'sche Bewegungsgleichung zusammen, die du aus Wiederholung 2 kennst.
Das 2. Newton'sche Gesetz verbindet eine Kraft mit einer Änderung der Geschwindigkeit.
Eine Kraft F, die während der Zeit Δt auf einen Körper der Masse m wirkt, ändert seine Geschwindigkeit um Δv.
Auf einer Seite stehen die Kraft und die Zeitspanne, auf der anderen die Masse und die Geschwindigkeitsänderung.
Eine Masse m bewegt sich gleichförmig auf einer Kreisbahn mit dem Radius r um den Mittelpunkt M. In der kurzen Zeit Δt läuft sie von A nach B. Beide Geschwindigkeitspfeile haben den Betrag vB.
Ordne jeder markierten Stelle in Skizze 1 die passende Beschriftung zu.
Die Pfeile v1 und v2 zeigen, in welche Richtung sich die Masse bewegt.
Die Masse startet dort, wo v1 eingezeichnet ist. Die Radiuspfeile beginnen im Mittelpunkt.
Stelle 3 ist M. Stelle 4 ist das Stück der Kreisbahn, das die Masse wirklich zurücklegt.
Beschreibe, wie der Pfeil Δv in Skizze 2 aus den Pfeilen v1 und v2 aus Skizze 1 konstruiert wird.
Hinweis: Gib keine personenbezogenen Informationen ein. Deine Antwort wird zur automatischen Auswertung an den Skriptserver und dort an ein KI-System übertragen.
Vergleiche, wo v1 und v2 in Skizze 1 und wo sie in Skizze 2 beginnen.
In Skizze 2 beginnen beide Pfeile im selben Punkt. Achte darauf, wo Δv beginnt und wo es endet.
Teillösung: v2 wird parallel verschoben, bis er im selben Punkt wie v1 beginnt. Beschreibe nun noch, wie Δv eingezeichnet wird.
Begründe knapp, warum man die Bahnstrecke Δx mit der Strecke Δs gleichsetzen darf, wenn Δt sehr klein ist.
Hinweis: Gib keine personenbezogenen Informationen ein. Deine Antwort wird zur automatischen Auswertung an den Skriptserver und dort an ein KI-System übertragen.
In Skizze 1 ist der Winkel α zur Verdeutlichung sehr groß gezeichnet.
Stell dir vor, B rückt immer näher an A heran. Wie unterscheiden sich dann der orange Bogen und die Strecke Δs?
Teillösung: Je kleiner Δt ist, desto kleiner ist der Winkel α und desto weniger ist der Bogen gekrümmt.
Das Dreieck MAB aus Skizze 1 und das Dreieck aus Skizze 2 sind ähnlich. Die Begründung findest du in „Für Schnelle“ am Ende dieses Reiters.
Wähle das Seitenverhältnis aus, das zu ΔvΔs passt.
Ersetze Δs durch Δx = vB · Δt und setze die Formel für Δv zusammen.
Entsprechende Seiten: Δv gehört zu Δs, vB gehört zu r.
Multipliziere ΔvΔs = vBr mit Δs. Du erhältst Δv = vB · Δsr.
Setze Δs = vB · Δt ein: Δv = vB · vB · Δtr. Fasse vB · vB zusammen.
Im Grundgesetz ist F hier die Zentripetalkraft FZ. Setze Δv aus Aufgabe 7 in FZ · Δt = m · Δv ein, stelle nach FZ um und setze die Formel zusammen.
Bewegt sich ein Körper der Masse m mit der Bahngeschwindigkeit vB auf einer Kreisbahn mit dem Radius r, dann hat die nötige Zentripetalkraft den Betrag FZ = m · vB²r.
Ersetze in FZ · Δt = m · Δv das Δv durch den Ausdruck aus Aufgabe 7.
Du erhältst FZ · Δt = m · vB² · Δtr. Was passiert, wenn du beide Seiten durch Δt teilst?
Δt fällt weg. Im Zähler stehen m und vB², im Nenner steht r.
Aus dem Lernmodul Aufgabe 3 (Winkelgeschwindigkeit) kennst du vB = ω · r. Ersetze vB und setze die zweite Formel zusammen.
Merke: Für den Betrag der Zentripetalkraft gilt FZ = m · vB²r = m · ω² · r.
Notiere beide Formeln im Merkkasten deines Hefts.
Setze (ω · r) an die Stelle von vB ein.
FZ = m · (ω · r)²r = m · ω² · r²r. Was kannst du kürzen?
Ein r kürzt sich weg. Übrig bleiben m, ω² und r als Produkt.
Begründe mit einem Ähnlichkeitssatz, warum das Dreieck MAB aus Skizze 1 und das Dreieck aus Skizze 2 ähnlich sind.
Hinweis: Gib keine personenbezogenen Informationen ein. Deine Antwort wird zur automatischen Auswertung an den Skriptserver und dort an ein KI-System übertragen.
Zwei Dreiecke sind ähnlich, wenn zwei Winkel übereinstimmen (WW) oder wenn zwei Seitenverhältnisse und der eingeschlossene Winkel übereinstimmen (SWS).
Beide Dreiecke haben zwei gleich lange Seiten. Die Geschwindigkeitspfeile stehen senkrecht auf den Radien: Dreht sich der Radius um α, dreht sich auch der Geschwindigkeitspfeil um α.
Teillösung: Beide Dreiecke sind gleichschenklig und haben zwischen den Schenkeln denselben Winkel α. Nenne jetzt noch den passenden Ähnlichkeitssatz.
Anwenden
Sichere, wohin die Zentripetalkraft zeigt, und berechne ihren Betrag in Alltagssituationen.
Ergänze die Lücke im Merksatz ohne Wortvorgabe.
Damit sich ein Körper mit gleichbleibender Bahngeschwindigkeit auf einer Kreisbahn bewegt, muss auf ihn eine Kraft wirken, die zum hin gerichtet ist. Diese Kraft nennt man Zentripetalkraft FZ.
Notiere den Merksatz in dein Heft.
Wähle alle Aussagen aus, die fachlich richtig sind.
Die Kugel eines Wurfhammers (m = 7,26 kg) bewegt sich kurz vor dem Abwurf mit vB = 25 ms auf einer Kreisbahn mit r = 1,8 m. Berechne die nötige Zentripetalkraft und gib das Ergebnis mit zwei gültigen Ziffern an.
Welche der beiden Formeln für FZ passt, wenn vB gegeben ist?
Nutze FZ = m · vB²r. Quadriere zuerst die Geschwindigkeit.
(25 ms)² = 625 m²s². Rechne 7,26 kg · 625 m²s² und teile das Ergebnis durch 1,8 m.
Ein Auto (m = 1200 kg) fährt mit 54 kmh durch eine Kurve mit dem Radius r = 40 m. Berechne die Zentripetalkraft, die die Haftreibung zwischen Reifen und Straße aufbringen muss, und gib das Ergebnis mit zwei gültigen Ziffern an.
Achte auf die Einheit der Geschwindigkeit.
54 kmh = 15 ms. Nutze dann FZ = m · vB²r.
(15 ms)² = 225 m²s². Rechne 1200 kg · 225 m²s² und teile das Ergebnis durch 40 m.
Die Haftreibung kann bei diesem Auto (m = 1200 kg) in der Kurve mit r = 40 m höchstens 9,6 kN als Zentripetalkraft liefern. Stelle FZ = m · vB²r nach vB um und berechne die größte mögliche Geschwindigkeit mit zwei gültigen Ziffern.
Multipliziere beide Seiten der Formel mit r und teile durch m.
Du erhältst vB² = FZ · rm. Denke an die Einheit: 9,6 kN = 9 600 N.
vB² = 9 600 N · 40 m1200 kg = 320 m²s². Jetzt fehlt nur noch die Wurzel.
Sichern
Fasse die wichtigsten Ergebnisse in Merksätzen zusammen.
Ergänze die Merksätze. Ziehe jede Karte in eine Lücke oder tippe erst die Karte und dann die Lücke an. Drei Karten bleiben übrig.
Notiere die Merksätze in dein Heft, wenn die Lücken korrekt ausgefüllt sind.
Übertragen
Prüfe dein Wissen. Bei Fragen mit dem Hinweis „mehrere Antworten“ sind mindestens zwei Antworten richtig.