Solarzellen untersuchen – Vorbereitung auf das Schülerexperiment
Aufgabe 1
Bereite die Messung einer Solarzelle vor. Finde heraus, wie Spannung und Stromstärke zur abgegebenen Leistung zusammenhängen und wie du die Messreihe sinnvoll planst.
Entdecken
Licht liefert elektrische Energie
Eine Solarzelle auf dem Schuldach versorgt ein angeschlossenes Gerät. Wie viel elektrische Leistung das Gerät erhält, hängt auch davon ab, welcher Widerstand im Stromkreis angeschlossen ist.
Lichtenergie wird in elektrische Energie umgewandelt.
Photovoltaik bezeichnet die direkte Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie. Die Energie entsteht dabei nicht aus dem Nichts.
Die abgegebenen Werte hängen von der Beleuchtung, der Temperatur und dem angeschlossenen Widerstand ab. Im Experiment verändern wir innerhalb einer Messreihe gezielt nur den Widerstand.
Verstehen
Kennlinie und MPP
Die Grafik zeigt eine illustrative einzelne Solarzelle bei gleichbleibender Beleuchtung und Temperatur. Zu jeder Spannung gehört gleichzeitig eine bestimmte Stromstärke.
Illustrative U-I-Kennlinie einer einzelnen Solarzelle; die Rechtecke vergleichen U · I an A, B und C.Zugehörige P-U-Kennlinie: Die Leistung ist an B unter den gezeigten Punkten am größten.
Jeder Punkt der Kurve beschreibt einen Arbeitspunkt: Spannung U und Stromstärke I gehören zur selben Einstellung des Widerstands. Verändert sich der Widerstand, verschiebt sich der Arbeitspunkt entlang der Kennlinie.
Im Leerlauf fließt kein Strom: I = 0 A und U = U0. Beim gezielten Kurzschluss ist U ungefähr 0 V und I = Ik. Beides wird im Versuch nur nach Anleitung gemessen.
Bei Punkt A sind 0,20 V und 0,49 A gleichzeitig vorhanden; ihr Produkt ist 0,098 W. Bei Punkt B sind es 0,45 V und 0,44 A; ihr Produkt ist 0,198 W. Obwohl B nicht die größte Spannung hat, ist das Produkt hier größer.
Die elektrische Leistung am angeschlossenen Gerät ist P = U · I. Der Maximum-Power-Point (MPP) ist der Arbeitspunkt mit der größten abgegebenen elektrischen Leistung bei den gerade herrschenden Bedingungen.
Hier liegt der MPP bei B: Umpp = 0,45 V, Impp = 0,44 A und Pmpp = 0,198 W. Im Leerlauf und beim idealisierten Kurzschluss ist P = 0 W. U0 und Ik gehören zu verschiedenen Arbeitspunkten; ihr Produkt ist nicht die maximale Leistung.
Bei stärkerer Bestrahlung steht bei vergleichbarer Temperatur typischerweise mehr elektrische Leistung zur Verfügung. Wie sich die Kennlinie in unserem Versuch verändert, messen wir erst dort. Ein MPP-Tracker passt den Betrieb an den Bereich größter Leistung an.
Anwenden
Wissenscheck
Prüfe die Grundlagen. Eine oder mehrere Antworten können richtig sein.
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Anwenden und sichern
Versuchsaufbau
So bereitest du die echte Messung vor. Die dargestellte Anordnung ist eine Planungshilfe; die Messwerte gewinnst du erst im Experiment.
Messgeräte im Stromkreis der Solarzelle; Lampenversorgung getrenntGeräteansicht mit Messkreis und getrennt versorgter Lampe
Das Amperemeter misst die Stromstärke im Stromkreis und liegt in Reihe mit dem Widerstand. Das Voltmeter misst die Spannung an der Solarzelle und liegt parallel zu ihr. Das Netzgerät versorgt ausschließlich die Lampe; ihr Licht beleuchtet die Solarzelle.
Bereit liegen: Solarzelle oder Schulmodul, Lampe mit eigener Versorgung, zwei Multimeter, Leitungen und ein veränderlicher Widerstand oder mehrere feste Widerstände; ein Beleuchtungssensor ist optional.
Ein Luxwert kann bei gleicher Lampe eine Änderung der Beleuchtung relativ anzeigen. Er ist hier keine direkte Angabe der Bestrahlungsstärke in W pro Quadratmeter. Bei einem Schulmodul für den echten Versuch sind andere Spannungswerte als in der Einzelzellen-Grafik möglich.
Messplan
Prüfe Schaltung, Messbuchsen und Messbereiche mit der Lehrkraft.
Stelle eine Beleuchtung ein und halte Lampeneinstellung, Abstand, Ausrichtung und Abschattung während dieser Messreihe gleich.
Bestimme Leerlaufspannung U0 und Kurzschlussstromstärke Ik nur nach Anleitung.
Verändere den Widerstand schrittweise und notiere zu jeder Einstellung Spannung U und Stromstärke I als Paar; miss am Knick der Kurve dichter.
Wiederhole die Messreihe bei einer anderen Beleuchtung und vermeide starke Erwärmung der Solarzelle.
Berechne später zu jedem Wertepaar P = U · I und schätze daraus den MPP.
Das größte berechnete Produkt deiner Messwerte kennzeichnet zunächst nur den besten gemessenen Punkt. Zusätzliche Messpunkte in seiner Nähe können die MPP-Schätzung verbessern.
Sicherheit: Berühre eine heiße Lampe nicht. Stecke die Messleitungen in die passenden Buchsen und wähle geeignete Messbereiche. Schließe die Solarzelle nur für die angeleitete Kurzschlussmessung gezielt kurz.
Prüfe deinen Messplan. Eine oder mehrere Antworten können richtig sein.
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Abschlussquiz
Übertrage dein Wissen auf neue Messsituationen. Eine oder mehrere Antworten können richtig sein.
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Überblick: alle zehn Fragen
Bereit für das Experiment
Ich prüfe die Messgeräte und schließe A in Reihe sowie V parallel zur Solarzelle an.
Die Lampe hat eine eigene elektrische Versorgung und beleuchtet die Solarzelle nur mit Licht.
Innerhalb einer Messreihe verändere ich nur den Widerstand und notiere U und I immer zusammen.
Zwischen Messreihen ändere ich die Beleuchtung und halte die übrigen Bedingungen möglichst vergleichbar.
Aus den gemessenen Wertepaaren berechne ich P = U · I und schätze den MPP in der Nähe des größten Produkts.